Die Heilbäder und Kurorte in Hessen setzen auf Qualität. Nur der Ort, der in regelmäßigen Abständen die hohen Anforderungen an die medizinisch-therapeutische Kompetenz und die kurspezifische Infrastruktur nachweist, darf das begehrte Prädikat „Heilbad“ oder Kurort“ tragen. Doch warum ist das Prädikat für die Heilbäder und Kurorte in Hessen so wichtig, ja unverzichtbar? Was bewirkt es und warum profitieren Patientinnen, Patienten, Gäste und Bürger davon? Und warum engagieren sich Menschen in den Heilbädern und Kurorten dafür.
Die Antworten darauf sind so einfach, wie tiefgehend und finden sich in der neuen Studie, die der Hessische Heilbäderverband beim dwif in München in Auftrag gegeben hat.
Mehr Lebensqualität
Kurparke, Gradierwerke, Thermen, Kräutergärten und eine gesundheitsbezogene Infrastruktur: Die Heilbäder und Kurorte in Hessen bieten ihren Gästen, Bürgerinnen und Bürgern mehr, und zwar 30 % mehr Erholungsfläche pro Einwohner im Vergleich zu sonstigen Gemeinden.
Mehr Qualität
Ist das Prädikat einmal erreicht, schließt sich ein immerwährender Qualitäts- und Aktualisierungsprozess an. Dabei haben die Bäderspezialisten den demografischen Wandel ebenso im Blick wie die Veränderungen der Natur, Trends ebenso wie die Transformation der Gesellschaft.
Alle 10 Jahre beginnt ein neues Prädikatisierungsverfahren, in dem jedes Heilbad und jeder Kurort belegen muss, ob die Qualitätsstandards erfüllt werden. Für die Orte ist das eine Herausforderung und gleichsam ein Ansporn, sich weiterzuentwickeln. Die Kommunen, ihre Leistungsträger und Partner sind gefordert, Angebote für die moderne Gesellschaft zu entwickeln und die kurörtliche Ausrichtung ihres Ortes in ihrer Tradition weiterzuentwickeln.
Mehr Vertrauen
Mit ihrer Kompetenz und ihrer Erfahrung in Prävention, Kuration und Rehabilitation sind die Heilbäder und Kurorte in Hessen Partner für den Menschen. Damit sich Patientinnen und Patienten, Gäste und auch Bürgerinnen und Bürger darauf vertrauen können, braucht es verlässliche Kriterien und einheitliche Standards und Kontinuität. Genau hier setzen die Begriffsbestimmungen an. Bundesweit anerkannt, sind sie die Grundlage für die Entwicklung der Gesundheitsstandorte. Sie fächern die Themenkomplexe auf und machen die besondere Qualität sichtbar und stellen sie dauerhaft sicher.
„Die Heilbäder und Kurorte in Hessen tragen Verantwortung für die Gesundheit des Menschen. Sie lösen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und brauchen dafür eine herausragende Qualität,“ fassen der Vorsitzende des Hessischen Heilbäderverbandes, Ralf Gutheil, und die Geschäftsführerin Almut Boller das Ergebnis der Studie zusammen. „Dieser Dreiklang wird im Prädikat „Heilbad“ oder „Kurort“, aber auch im Namenszusatz „Bad“ deutlich. Deshalb setzt sich der Hessische Heilbäderverband konsequent dafür ein, dass nur anerkannte Heilbäder den Namenszusatz „Bad“ tragen dürfen.
