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Pressemeldungen

Ein starkes Stück Wirtschaft

Kurpark im Frühling - Bad Homburg
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Kur & Tourismus bilden die sozio-ökonomischen Grundlagen für die Heilbäder und Kurorte in Hessen. Sie sind das Rückgrat der kurstädtischen Entwicklung und geben mehreren 10.000 Menschen Arbeit. Das belegt erneut eine Studie des dwif*, die der Hessische Heilbäderverband jetzt vorgestellt hat.

37.000 Menschen engagieren sich tagtäglich in den Heilbädern und Kurorten in Hessen – allein im Gesundheitswesen. Weitere, mehrere 10.000 Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer sind Teil der Branchen, die an Kur & Tourismus partizipieren. Sie stehen in der Verantwortung für die Gesundheit des Menschen und sichern die hohe Lebensqualität in den prädikatisierten Orten.

„Die Studie macht erneut bewusst, welche Leistung die Heilbäder und Kurorte erbringen,“ sagt der Vorsitzende des Hessischen Heilbäderverbandes, Bürgermeister Ralf Gutheil mit Blick auf die beeindruckenden Ergebnisse. „Das Engagement der Heilbäder und Kurorte zahlt sich aus und lässt sich in Form von Arbeitsplätzen ablesen. Auch deshalb lohnt es sich für Kommunen und Unternehmen in die kurörtliche und gesundheitsbezogene Infrastruktur, in konkrete Produkte und in die Vermarktung zu investieren.“

Kur & Tourismus wirken

„Die positiven Effekte von Kur & Tourismus zeigen sich in vielfacher Weise,“ erklärt Almut Boller, die Geschäftsführerin des Hessischen Heilbäderverbandes. „Das ganzheitliche System stärkt die Volkswirtschaft, treibt den Jobmotor an und hält den regionalen Wirtschaftskreislauf in Schwung. Davon profitieren der Fiskus und die kommunalen Haushalte, davon profitieren Hotellerie und Gastronomie ebenso wie Handel, Handwerk und Gewerbe.“

Ökonomischer Fußabdruck

Zu jedem Euro direkter Wertschöpfung, der durch die Ausgaben der Gäste in den Heilbädern und Kurorten in Hessen entsteht, kommen weitere 45 Cent indirekte Wertschöpfung hinzu. Dieser Betrag kommt Handwerksbetrieben, Warenlieferanten und weiteren Dienstleistungsunternehmen zugute. Oder kurz und knapp gesagt: Jeder Gast sind zwei verkaufte Brötchen mehr.

Ganzheitliches System

„Kur & Tourismus müssen als ganzheitliches System verstanden werden,“ macht die Geschäftsführerin des Hessischen Heilbäderverbandes, Almut Boller, bewusst. „Erst dann können sie ihre volle Wirkung entfalten.“ Heilbäder und Kurort sind regionale Versorgungszentren mit gesundheitsbezogener Infrastruktur, sie öffnen neue Kunst- und Kulturräume und sichern hochwertige Erholungsräume. Vor allem aber sind die Heilbäder und Kurorte Kompetenz-Zentren für Prävention, Kuration, Rehabilitation und medizinische Versorgung und bieten eine Grundversorgung an Gesundheitsangeboten.

Darauf dürfen Patientinnen und Patienten, aber auch Bürgerinnen und Bürger vertrauen.

Die Daten im Einzelnen:

Insgesamt freuten sich die Heilbäder und Kurorte 2024 über rund 9,6 Millionen Übernachtungen. Mit 8,5 Millionen Übernachtungen fand der größte Anteil davon in den gewerblichen Betrieben mit mehr als 10 Betten statt, zu denen auch die Vorsorge- und Rehakliniken zählen.

Die Heilbäder und Kurorte leisteten 2024 einen Beitrag von rund 28 % zu den gesamten Übernachtungen in Hessen, das 2024 rund 34,8 Millionen Übernachtungen verzeichnete. Das macht Heilbäder und Kurorte zu einem wichtigen Standbein des Tourismus in Hessen. Ein Aspekt, der sich auch in den rund 28,5 Millionen Tagesausflügen widerspiegelt. „Tagestouristen sind in Bezug auf die Aufenthaltstage das mit Abstand wichtigste touristische Marktsegment“, unterstreicht Dr. Bernhard Harrer, Vorstand des dwif München, die Bedeutung der Tagesreisen.

Wer Übernachtungsgäste und Tagesausflügler addiert, kommt auf den beeindruckenden Wert von rund 38 Millionen Aufenthaltstagen. Die durchschnittlichen Ausgaben der Tagesgäste betragen 33,20 Euro, die eines Übernachtungsgastes in einem gewerblichen Betrieb 162,00 Euro.

Durch Tages- und Übernachtungsgäste zusammen entstehen in den Heilbädern und Kurorten Bruttoumsätze von insgesamt 2,4 Milliarden Euro.

Wo Geld ausgegeben wird, freut sich auch das Finanzamt über Einnahmen. Durch Kur & Tourismus in den Heilbädern und Kurorten in Hessen flossen dem Fiskus rund 224,4 Millionen Euro aus Mehrwert- und Einkommenssteuer zu.

 

*Das dwif (Deutsches Wirtschaftswissenschaftliches Institut für Fremdenverkehr e. V. an der Universität München) ist ein Forschungs- und Beratungsunternehmen, das auf die Tourismus- und Freizeitbranche spezialisiert ist. Alle festgestellten Daten der Studie beziehen sich auf das Jahr 2024.